Viele Faktoren beeinflussen unsere Lebenserwartung, doch nicht alle, wie beispielsweise die eigene Genetik, lassen sich steuern. Der Faktor Ernährung hingegen liegt in unserer eigenen Hand.
Knoblauch wird seit Jahrtausenden sowohl als Gewürz in der Küche als auch wegen seiner heilenden Eigenschaften geschätzt. Schon den römischen Legionären wurde empfohlen, täglich eine Knoblauchknolle zu essen, um die Gesundheit zu erhalten und Seuchen vorzubeugen. Moderne klinische Untersuchungen bestätigen, dass Knoblauch in ausreichend hoher Dosierung Blutfette wie Cholesterin reduzieren und den Blutdruck leicht senken kann. Großangelegte Studien haben außerdem gezeigt, dass eine mehrmonatige Einnahme von Knoblauch das Risiko von Arteriosklerose senken kann. Mehr zu Knoblauch und dessen richtiger Anwendung erfahren Sie hier →
Viele Menschen kennen es: Kaum hat man zu süß oder fett gegessen oder Alkohol getrunken, kommt es zu einem unangenehmen Brennen in der Speiseröhre und hinter dem Brustbein, oft verstärkt durch das Hinlegen oder in der Nacht. Neben den klassischen chemischen Substanzen und Mitteln gegen Sodbrennen können verschiedene Pflanzen Linderung schaffen. Die Blüten und Blätter der Malve, auch Käsepappel genannt, enthalten unter anderem bis zu 10 % Schleimstoffe und zusätzlich Gerbstoffe. Die Schleimstoffe legen sich schützend über die Schleimhaut des Verdauungstrakts, wodurch es zu einer Reizlinderung und Linderung von etwaigen Entzündungen kommt. Weitere pflanzliche Helfer und deren Wirkung finden Sie
Bei Reizblase und Prostatabeschwerden Aus den Kürbissamen lässt sich nicht nur das geschmackvolle Kürbiskernöl gewinnen, sondern sie sind auch vielversprechende Heilmittel. Besonders relevant sind diese bei Reizblase und bei Beschwerden einer vergrößerten Prostata.Als Wirksubstanzen gelten die in den Samen vorkommenden Phytosterole. Man nimmt an, dass diese das körpereigene Dihydrotestosteron, welches am Wachstum der Prostata beteiligt ist, erniedrigen. Auch wenn Kürbissamen nicht die Größe der Prostata reduzieren, so können sie doch damit einhergehende Beschwerden wie vermehrten Harndrang, schmerzhaftes Wasserlassen oder das Gefühl einer unvollständigen Entleerung der Blase verbessern. Die genaue Dosierung der Kürbissamen finden Sie hier →
Essen als Herausforderung Expert:innen schätzen, dass jede/r vierte Österreicher:in Probleme hat, Milcheiweiß zu verarbeiten (Laktoseintoleranz), etwa 30 Prozent von einer Fruktosemalabsorption betroffen sind und mehr als zwei Prozent Histamin nicht ausreichend abbauen können. Neben Laktose-, Fruktose und Histaminintoleranz gibt es z. B. auch Weizensensitivität und Glutenunverträglichkeit. Um diese zu diagnostizieren, erfolgt zunächst eine ausführliche Anamnese unter Berücksichtigung der Ernährungsgewohnheiten. Krankheiten mit ähnlicher Symptomatik sowie Allergien, Entzündungen und Tumoren müssen ausgeschlossen werden. In der Apotheke sind Enzympräparate erhältlich, die die Beschwerden verhindern bzw. verringern. Präparate zur Darmsanierung stellen die Schutz- und Filterfunktion wieder her. Mehr zum Thema erfahren Sie hier →
Die Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA) – bestehend aus Expert:innen österreichischer Universitäten – hat es sich zur Aufgabe gemacht, jährlich Österreichs Arzneipflanze des Jahres zu küren. Die Arzneipflanze des Jahres 2024: Safran. Seit einiger Zeit gibt es zudem Untersuchungen u. a. über die stimmungsaufhellende, antioxidative und nervenschützende Wirkung von Safran. Er könnte etwa bei der Prävention von Erkrankungen wie Alzheimer hilfreich sein – aber auch bei Erkrankungen des Stoffwechsels (Diabetes Mellitus Typ 2, metabolisches Syndrom) sowie bei Regelschmerzen bzw. prämenstruellem Syndrom. Mehr zum Thema erfahren Sie hier →<
Stressfrei leben Stress ist in der modernen Gesellschaft keine Randerscheinung. Im Gegenteil: Er ist allgegenwärtig. Von finanziellen Sorgen über Zeitdruck bis hin zu großer Verantwortung – die Ursachen sind individuell unterschiedlich und nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Dass uns das hektische Alltagsleben von Zeit zu Zeit über den Kopf wächst, ist vollkommen normal und nicht weiter beunruhigend. Langfristiger Stress schadet allerdings unserer Gesundheit. Dem Volksmund sind dutzende mit Stress assoziierte Redewendungen bekannt, von denen Sie die eine oder andere bestimmt schon einmal gehört haben. „Das schlägt mir auf den Magen“, „Das geht mir an die Nieren“ oder „Die Haut
Stress kann langfristig psychische und auch körperliche Auswirkungen haben. Für viele Menschen wird Stress immer mehr und häufiger, was sowohl den Beruf als auch die Freizeitgestaltung betrifft. Auf pflanzlicher Ebene gibt es hier ein paar Helfer – die sogenannten Adaptogene. Das sind Pflanzen, welche die Widerstandsfähigkeit gegen Stress erhöhen, die Konzentration fördern und Leistung und Ausdauer steigern können. Zu den Adaptogenen zählen Rosenwurz, Taigawurzel und der Ginseng. Die Wirkung der Adaptogene umfasst auf psychischer Ebene die Verringerung von Müdigkeit, die Unterstützung des Nervensystems, eine Steigerung der positiven Stimmung und antidepressive Wirkung. Auf körperlicher Ebene können sie den Energiestoffwechsel verbessern, die
Übelkeit ist in den ersten Monaten einer Schwangerschaft die häufigste Beschwerde. Diese sanften Maßnahmen bringen Linderung. Die Symptome der Schwangerschaftsübelkeit beginnen normalerweise zwei bis vier Wochen nach der Befruchtung und erreichen ihren Höhepunkt zwischen der 8. und 10. Schwangerschaftswoche (SSW). Meist lösen sich die Symptome rund um die 12. SSW spontan wieder auf. Doch nicht immer. In bis zu 10 Prozent aller Schwangerschaften können Übelkeit und Erbrechen bis zur Entbindung bleiben, was als Emesis gravidarum bezeichnet wird. In 0,3 bis 2 Prozent aller Schwangerschaften treten Übelkeit und Erbrechen mit einer extremen Intensität (öfter als fünfmal am Tag) auf, was als
Enzian wird bereits seit vielen Jahrhunderten aufgrund seiner anregenden Wirkungen auf Verdauung und Appetit geschätzt. Enzian enthält Bitterstoffe, die, wie der Name bereits suggeriert, bitter schmecken. Diese Bitterstoffe fördern die Produktion von Verdauungssäften, regen den Appetit an und tragen zur besseren Verdauung der aufgenommenen Nahrung bei. Dadurch können Symptome wie Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Blähungen und krampfartige Schmerzen gelindert werden. Bitterstoffe sind in vielen Heilpflanzen enthalten, doch jene im Enzian stechen besonders hervor. Ein spezieller Naturstoff in der Wurzel, das sogenannte Amarogentin, ist derart bitter, dass man mit 1 Gramm dieser Substanz 58.000 Liter Wasser bitter schmecken lassen kann. Dementsprechend nennt man